Die Weinlese 2026 ist in vollem Gange – und schon jetzt zeichnet sich ein Jahrgang ab, der für Weinfreunde besonders spannend werden dürfte. Nach einem insgesamt trockenen Vegetationsverlauf präsentieren sich die Trauben in unseren Weinbergen derzeit außergewöhnlich gesund und aromatisch.
Die Trockenheit hat den Reben im Laufe des Jahres einiges abverlangt. Gleichzeitig sorgte die vergleichsweise geringe Feuchtigkeit dafür, dass der Krankheitsdruck in vielen Anlagen niedrig blieb. Das Ergebnis zeigt sich jetzt bei der Lese: gesundes, sauberes und reifes Traubenmaterial, das eine hervorragende Grundlage für hochwertige Weine bildet.
Frühe Reife bereits Anfang bis Mitte September
In diesem Jahr erreichen viele Rebsorten ihre optimale physiologische Reife bereits vergleichsweise früh. Schon Anfang bis Mitte September können zahlreiche Weinberge gelesen werden. Entscheidend ist dabei nicht allein der Zuckergehalt der Trauben. Auch Säurestruktur, Aromenausprägung, Beerengesundheit und der Reifezustand der Kerne spielen bei der Bestimmung des optimalen Lesezeitpunkts eine wichtige Rolle.
Unsere Winzer beobachten ihre Weinberge deshalb sehr genau und entscheiden individuell, wann der richtige Moment für die Ernte gekommen ist.
Frühe Lesezeiten für maximale Qualität
Wenn es die Bedingungen zulassen, versuchen unsere Winzer, die Trauben möglichst früh am Tag zu ernten. Die niedrigeren Temperaturen am Morgen sind dabei ein wichtiger Qualitätsfaktor.
Kühleres Lesegut lässt sich besonders schonend verarbeiten. Gleichzeitig bleiben die frischen, sortentypischen Aromen der Trauben besser erhalten und unerwünschte oxidative Prozesse werden reduziert. Gerade bei aromatischen und fruchtbetonten Weißweinen ist eine möglichst kühle Verarbeitung ein wichtiger Baustein für die spätere Weinqualität.
Im Keller läuft der Betrieb beinahe rund um die Uhr
Während draußen in den Weinbergen gelesen wird, herrscht auch im Keller der Becksteiner Winzer Hochbetrieb. Die frisch geernteten Trauben müssen möglichst zeitnah angenommen, verarbeitet und je nach Rebsorte und gewünschtem Weinstil weiterbehandelt werden.
Traubenannahme, Pressung, Mostklärung und Gärung greifen dabei eng ineinander. Entsprechend läuft der Betrieb während der Hauptlese beinahe rund um die Uhr. Kellermeister und Kellerteam begleiten jede Partie sorgfältig, um die Qualität und den Charakter des jeweiligen Leseguts bestmöglich zu erhalten.
Was dürfen Weinfreunde vom Jahrgang 2026 erwarten?
Eine endgültige Beurteilung eines Jahrgangs ist naturgemäß erst möglich, wenn die Weine ihre Entwicklung im Keller durchlaufen haben. Die ersten Eindrücke stimmen uns jedoch sehr zuversichtlich.
Das gesunde Traubenmaterial, die gute aromatische Ausprägung und die frühe, gezielte Lese lassen einen Jahrgang erwarten, der von klarer Frucht, intensiver Aromatik und reintönigen Weinen geprägt sein dürfte.
Weinfreunde dürfen sich damit schon jetzt auf einen fruchtbetonten, aromatischen und präzisen Weinjahrgang 2026 freuen. Die Grundlage dafür kommt derzeit Tag für Tag aus unseren Weinbergen in den Keller – und wir sind gespannt, wie sich die jungen Weine in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln werden.